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Der Europäische Aal (Anguila anguila)
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Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFO Der Aal ist eigentlich keine einheimische Art, sondern ein seit Jahrhunderten immer wiederkehrender Langzeitgast. Mehr dazu in unserem Aqua-Life-Lexikon.
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Gefährdungs-INFO Durch das rigorose Abfischen der Glasaalbestände, Gewässerverbauungen und einer Verlagerung des Golfstroms sowie weiterer noch ungeklärter Gründe stehen die Aalbestände in Europa vor dem Aussterben. Seit dem 01.01.2009 ist ist der Aal in den Niederlanden komplett geschützt. Die Entnahme von Aalen aus Niederländischen Gewässern verboten! Zufällig gefangene Aale müssen sofort in das Gewässer zurückgesetzt werden. Zuwiderhandlungen werden mit einem Bußgeld in Höhe von 90,-€ geahndet. Seit dem 01.07.2009 gilt nun auch in Norwegen ein komplettes Angelverbot für den Aal. Ab dem 01.01.2010 erweitert sich dieses Verbot, das auf unbestimmte Zeit ausgesprochen wurde, auch auf die Berufsfischerei
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Fang-INFO Der Fang in Flüssen, Seen und Teichen erfolgt hauptsächlich mit Angeln und Aalkörben. Er wirkt sich nicht auf andere Arten oder die Umwelt aus
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Der Alska Seelachs (Theragra chalcogramma) |
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Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFOGehört zur Familie der Dorsche und ist der Deutschen liebster Fisch. Aus ihm werden Fischstäbchen und Schlemmerfilets hergestellt. Fang nördlich von Japan und im Beringmeer. 38 Prozent der Ware kamen 2005 aus den USA, der Rest aus Russland. Von dort gelangte das Gro der Fische über China zu uns: Dort wird der Fisch importiert, aufgetaut, filetiert und wieder eingefroren, was der Qualität nicht gerade zuträglich ist.
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Bestandslage Nord-West Pazifik
 Gefährdungs-INFORussische Bestände überfischt, teils illegale Anlandungen. Ware aus China qualitativ minderwertig.
Bestandlage US-Küste
 Gefährdungs-INFO'US-Fischerei gut gemanagt und am MSC-Zertifikat (Marine Stewardship Council) zu erkennen (siehe Fisch & Küche > Lebensmittel Fisch).
Bestandlage insgesamt

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Fang-INFOSeelachse werden mit riesigen Schleppnetzen gefangen. Zumindest in den USA werden in der Alaska-Fischerei Freiwasserschleppnetze verwendet, die den Meeresgrund kaum schädigen. Auch gibt es hier seit 1997 Sperrgebiete rund um die Liegeplätze der Robben, damit den Tieren nicht das gesamte Futter weggefangen wird. Anders sieht es hingegen in der russischen Fischerei aus, wo Grundschleppnetze verwendet werden, die den Meeresgrund in tote Wüsten verwandeln. Insgesamt sind die Fangmethoden deshalb als Umweltschädlich zu bezeichnen.
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Atlantischer Lachs (Salmo salar) und Pazifischer Wildlachs (Oncorhynchus spp.)
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Gefährdung |
Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFOAlle Arten der Lachse sind anadrome Wanderfische, die zum Laichen in die Flüsse ziehen. Nur wenige Tiere schaffen es mehrfach zu laichen. Die meisten sterben nach dem Ablaichen an Überanstrengung. Bei uns gibt es meist Lachs aus norwegischer Aquakultur (Verbrauch in 2005 mehr als 141.000t). Zwar konnte der Antibiotikaeinsatz in Lachsfarmen durch Impfungen stark reduziert werden. Doch viele Probleme bleiben: Weltweit verdrängen entflohene Zuchtlachse wilde Artgenossen und verbreiten Krankheiten; Futterreste und Fäkalien verschmutzen das Wasser. Der Alaska Wildlachs gehört zu den pazifischen Lachsen, die bisher nicht gezüchtet werden.
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Pazifischer Wildlachs mit MSC-Siegel
Gefährdungs-INFODie Bestände des Pazifischen Wildlachses sind in gutem Zustand. Achten Sie beim Kauf jedoch auf das MSC-Siegel (Marine Stewardship Council)
Atlantischer Wildlachs
Gefährdungs-INFOWilde Atlantische Lachse sind seltener denn je, in den meisten Flüssen fehlt er. Nur der geschützte Ostsee-Bestand wächst langsam. Heute stammt fast jeder angebotene Atlantik-Lachs aus Aqua-Kulturen mit diversen ökologischen Problemen (siehe Fangmethoden-Info)
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 Fang-INFODa der Fortbestand der wilden Atlantischen Lachse stark gefährdet ist, hat man von Seiten der Fischindustrie auf die Zucht in Aqua-Kulturen umgesattelt. Allerdings ist auch diese Produktionsmethode sehr umstritten. Dies liegt nicht nur an den notwendigen Medikamenten, die den Fischen wegen der hohen Besatzdichte in den Käfigen gegen Krankheiten und Parasiten verabreicht werden müssen, sondern auch an der Belastung des maritimen Umfeldes durch große Mengen an Kot. Zudem müssen die Lachse mit Fisch gefüttert werden, den man zu Fischmehl verarbeitet und in Pellets gepresst hat. Um die mehr als 650.000 t Farmlachse hochzupäppeln, die weltweit pro Jahr produziert werden, sind etwa 1,5 Mio. Tonnen Fischmehl aus Sardellen, Sardinen und Sandaalen nötig.
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Der Blaubarsch od. Blaufisch (Pomatomus saltatrix)
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Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFODer Blaubarsch od. auch Blaufisch, der im Englischen als Bluefish bezeichnet wird, ist ein Meeresraubfisch. Er erreicht eine Länge von bis zu 130 cm und ein Gewicht von bis zu 25 kg. Die Art der Blaufische lebt im Freiwasser bis zu einer Tiefe von 200 m und ernährt sich von kleineren pelagischen Fischen, wie z. B. Makrelen, Heringen, Sardinen usw. Bei uns in Europa kommt der Blaubarsch nur im Golf von Biskaya und im Mittelmeer vor, allerdings breitet auch diese Art sich mit dem Klimawandel weiter nach Norden aus. Weitere Informationen zu dieser Art erhalten Sie im Aqua-Life-Lexikon der Fische, in das Sie gelangen, wenn Sie auf das Bild des Blaubarsches klicken.
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Gefährdungs-INFODer Blaubarsch ist vor allem in den Mittelmeerländern ein sehr beliebter Speisefisch. Sein Fleisch ist dem des Wolfsbarsches sehr ähnlich, wenn es auch etwas faseriger und fettreicher ist. Im Jahre 2004 wurden im Mittelmeer insgesamt 35.000 t Blaubarsche gefangen. Davon entfielen allein auf die Türkei 22.000 t. Diese hohen Fangmengen übersteigen die Reproduktionsrate der Art bei weitem, so dass die Art als deutlich überfischt angesehen werden muss.
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Fang-INFOZwar werden Blaubarsche mit riesigen Freiwasserschleppnetzen gefangen, die den Meeresgrund nicht beschädigen, aber leider besteht bei dieser Fangmethode die Gefahr, das sich Haie, Kleinwale, Meeresschildkröten und Robben in den Netzen verfangen und darin ertrinken.
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Der Blauleng (Molva dypterygia)
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Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFODer Blauleng lebt im Nord-Ost-Atlantik in Tiefen von 200 – 1500 m. Wegen Fischmangel an der Oberfläche und weil immer bessere Technik es zulässt, machen Trawler zunehmend Jagd auf Tiefseearten, die besonders in Frankreich hohe Preise erzielen. All diese Arten vermehren sich in der kalten, nahrungsarmen Tiefsee nur langsam und sind deshalb schnell überfischt. Besonders katastrophal ist die Fischerei auf Laichzusammenkünfte.
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Gefährdungs-INFOAlle Tiefsee-Arten sind schlecht untersucht und überfischt. Wissenschaftler empfehlen drastische Fangreduktionen, aber die EU-Minister senkten die Quoten für 2006 nur um zehn Prozent und in 2007 sieht es nicht besser aus. Jedoch werden Stellnetze in der Nordsee unterhalb von 200 Metern Wassertiefe verboten – Medien hatten über massenhaften Beifang von Haien in Netzen am Meeresgrund berichtet.
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Fang-INFOSchleppnetze und Kiemennetze sowie Langleinen in bis zu 1800 Metern Tiefe. Extrem hoher Beifang seltener Tiefseearten, darunter viele Haie. Grundschleppnetze zerstören Biotope wie Kaltwasserkorallen: Artenreichtum und ökologische Bedeutung dieser Lebensräume in den Tiefen des Atlantik haben Biologen erst in jüngster Zeit in Erstaunen versetzt! Vom Kauf dieser Arten muss deshalb dringend abgeraten werden.
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Der Bonito und alle Thunfischarten (Katsuwonus pelamis) (Thunnus spp.) |
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Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFOThunfische sind die Wanderer der Meere. Ihr Körper besteht bis zu 75% aus Muskelfleisch. In Japan erzielen alle Tunfischarten immens hohe Preise. Besonders für frische Großaugen und Rote Tunfische werden Kilopreise von 500 Dollar gezahlt. Da lohnt die – von der EU subventionierte – Käfigmast im Mittelmeer. Der „Farm-Tun“ wird aber als Jungtier wild gefangen und mit Fisch gefüttert. Weißer Tun (Albacore), Gelbflossentun und Bonito enden meist in Dosen. Importe meist aus den Philippinen, Seychellen und Ecuador.
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Gefährdungs-INFOBisher noch nicht überfischt sind nur Gelbflossentun aus dem Pazifik und Weißer Tun aus dem Ostpazifik, sowie der echte Bonito und der Atlantische Bonito, von denen auch noch stabile Populationen vorhanden sind. Der atlantische Rote Tun ist stärker befischt denn je, obwohl einige Bestände (vor allem in Mittelmeer) auf der Roten Liste stehen und direkt vom Aussterben bedroht sind. Wenn nicht sofort geeignete Schutzmaßnahmen eingeführt werden und gegenüber der Tunfisch-Mafia rigoros durchgegriffen wird, gibt es diesen schnellen Jäger der Meere in kürzester Zeit nicht mehr (siehe auch Berichte unter „Meereswissenschaften > Meeresbiologie > Knochenfische“). 17.04.2009 Nach neusten Untersuchungen rechnet der WWF mit einem Aussterben des Thunfisches im Mittelmeer bereits im Jahre 2012
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Fang-INFOLangleinenfischerei mit ungefähr 40 Prozent Beifang: Millionen Haie, Schildkröten und Vögel fallen ihr jährlich zum Opfer. Aufdrucke wie „Delfinfreundlich gefangen“ sind Augenwischerei: Die Ringwadenfischerei auf Gelbflossentun gefährdet vor allem junge Delfine (siehe Artikel unter: „Meereswissenschaften > Meeresbiologie > Delfine > Ringwadenfischerei gefährdet Baby-Delfine“) und andere Arten, auch zu junge Tunfische landen im Netz.
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Der Dornhai (Squalus acanthias)
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Gefährdung |
Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFOFast alle der weltweit mehr als 500 Haiarten sind heute gefährdet. Bedroht werden die Tiere vor allem durch das sogenannte „Finning“ bei dem den Haien die Flossen (für die fernöstliche Haifischflossensuppe) bei lebendigem Leib abgeschnitten werden und das Tier dann wieder schwimmunfähig über Bord geworfen wird. Man rechnet, dass der Mensch jedes Jahr etwa 200 Millionen Haie tötet. Auch Dornhai und Heringshai, die auch in der Nordsee gefangen werden, und in Deutschland als „Schillerlocke“, „Seeaal“ oder Haisteaks und in Großbritannien als „Fish & Chips“ sehr beliebt sind, sind stark gefährdet. Während Dornhaie erst mit 10 bis 20 Jahren geschlechtsreif werden und die Weibchen erst nach zwei Jahren Tragzeit bis zu 20 Junge zur Welt bringen, ist der Heringshai lebend gebärend. Ein Weibchen bringt im Schnitt 1-5 Jungen zur Welt. Als große Raubfischarten kann das Fleich von Haien mit Umweltgiften belastet sein, die sie über ihre Beutetiere aufnehmen und die sich im Muskelgewebe der Haie ablagern und konzentrieren (siehe auch Aqua-Globe-Artikel unter: „Meereswissenschaften > Meeresbiologie > Haie“).
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Gefährdungs-INFODie Dorn- und Heringshaifänge in der Nordsee sanken nach neusten Angaben (Stand 16.07.2009) seit den 60er Jahren um 95 Prozent. Auch im Nordatlantik ist der Bestand kollabiert. Allgemein werden Haie weltweit sehr schlecht gemanaget, auch die EU hat kaum Daten über die Haibestände in europäischen Gewässern. Bedroht sind selbst Tiefseehaie, die oft als ungewollter Beifang in den Netzen der europäischen Fischer sterben. Außerdem wird das grausame „Finning“ (siehe Aqua-Globe Berichte unter: „Meereswissenschaften > Meeresbiologie > Haie“) nicht nur von asiatischen, sondern wegen der hohen Preise, auch teilweise von europäischen Fischern praktiziert.
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Fang-INFOIn EU-Gewässern werden für den Fang von Dornhaien Langleinen und Kiemennetze verwendet, die den Tieren einen langsamen und qualvollen Tod bescheren. Dazu kommt der „Beifang“ in allen Arten von Fischereigeräten und in allen Wassertiefen bis hinab auf den Meeresgrund vor. Für Haifischflossensuppe werden nur die Flossen abgeschnitten und die meist noch lebenden Tiere schwimmunfähig wieder ins Meer geworfen. Im Atlantik und im EU-Bereich des Mittelmeers ist diese Praxis zwar verboten, aber die gezahlten Preise für Haifischflossen sind sehr hoch und das Meer ist weit…
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Der Drosch / Kabeljau (Gaddus morhua) (G. macrocephalus) (G. ogac)
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Gefährdung |
Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFODer Kabeljau ist ein Fisch des Nordatlantik. Noch nicht geschlechtsreife und Fische aus der Ostsee werden als Dorsch bezeichnet. Nachdem der Kabeljau in der Nordsee so stark dezimiert wurde, dass sich das Fischen nicht mehr lohnt und auch die Bestände vor Neufundland zusammengebrochen sind, stammt das Gros der Kabeljaue heute aus der Barentssee, wo es bisher noch stabile Populationen gibt. In der EU stammt ein Viertel aller eingeführten Kabeljau aus illegalen Fängen aus der Barentsee. Für den Verbraucher ist es bisher aber nicht erkennbar, ob der Kabeljau im Ladentresen aus legalen oder illegalen Fängen stammt.
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Bestandslage Barentsee

Gefährdungs-INFOGrößere Bestände gibt es nur noch vor Island und in der Barentssee. Allerdings werden die Fangquoten hier um etwas 25% überschritten.
Bestandslage in der Nordsee und Ostsee

Gefährdungs-INFODer Kabeljau (Dorsch) in der Nordsee ist drastisch bedroht. Alle Bestände sind überfischt, da die Tiere meist schon gefangen werden, bevor sie für Nachwuchs sorgen konnten. 29.06.2008 - Die Kabeljaubestände in der Nordsee sind kollabiert!!! Auch die Bestandslage für die Dorsche der Ostsee sieht nicht rosig aus. Am 20.102009 Haben die EU-Fischereiminister trotzdem eine Anhebung der Fangquoten vor der deutschen Ostseeküste wurden um gut acht Prozent, für die Meeresgebiete vor den baltischen Staaten und Polen sogar um 15 Prozent beschlossen. Damit werden die sich gerade langsam erhohlenden Dorschbestände der Ostsee sogleich wieder zunichte gemacht.
Am Sonntag den 29.06.2008 erhielten wir die Mitteilung, dass die Kabeljaubestände in der Nordsee kollabiert sind!
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Fang-INFOKabeljau wird hauptsächlich mit Grundschleppnetzen gefangen, die mit ihren Schweren Metallgewichten und Scherbrettern den Meeresgrund aufreißen und dabei prächtige, unerforschte und gefährdete Arten von Meerestieren vernichten. Komplexe und einzigartige Ökosysteme wie die Bänke von Kaltwasserkorallen oder auch vulkanische Gebiete mit „Black Smokern“, die eine noch nicht erforschte und bisher unbekannte Linie des Lebens beherbergen, werden dabei zerfetzt. Außerdem findet sich in Grundschleppnetzen 80-90% unverkäuflicher Beifang, der dann tot oder sterbend wieder ins Meer geworfen wird. Grundschleppnetze hinterlassen eine Wüste aus Kadavern.
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Die Glodbrasse (Dorade) (Sparus auratus) |
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Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFODie besonders in Restaurants beliebten Mittelmeerarten wie die Goldbrasse (Sparus auratus) oder auch die Achselfleckbrasse (Pagellus acarne) stammen meist aus Aquakulturen. Die Mengen steigen, die Preise fallen. Griechenland, das inzwischen wichtigste Herkunftsland, produziert inzwischen fast 38.000 Tonnen Goldbrassen jährlich. Wildfänge sind viel teurer und bei uns kaum im Angebot. Durch den Klimawandel kommen diese Arten nun auch bei uns in der Nordsee und selbst schon vereinzelt in der westlichen Ostsee vor.
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Aus Aqua-Kulturen

Gefährdungs-INFOIn Aquakulturen wird die Eiproduktion hormonell angeregt. Jungtiere kommen schon nach 50 Tagen zur Mast in Netzgehege, Lagunen, Gräben oder Teiche. Doraden sind auch aus Öko-Aquakulturen mit einer geringeren Besatzdichte verfügbar. Die Zuchbestände unterliegen keiner Gefährdung
Aus Wildbeständen

Gefährdungs-INFODie Wildbestände im Mittelmeer werden – wie fast alle Arten dort – schlecht gemanagt. Da die Doraden zu den Brotfischen vieler Mittelmeerfischer zählen und die Nachfrage trotz Aqua-Kulturen sehr hoch ist, werden die Wildbestände deutlich überfischt.
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Fang-INFOIn der Aquakultur sind die Küstenverbauung, Fischmehlfütterung, die große Menge an Abwässern, die beengte Haltung der Tiere und der daraus resultierende Einsatz von Antibiotika problematisch, da die Medikamente mit den Ausscheidungen der Tiere in die offene See gelangen.
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Der Granatbarsch od. auch Atlantischer Sägebauch (Hoplostethus atlanticus) |
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Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFOWegen Fischmangel an der Oberfläche und weil immer bessere Technik es zulässt, machen Trawler zunehmend Jagd auf Tiefseearten, die besonders in Frankreich hohe Preise erzielen. All diese Arten, von denen der Leng die bekannteste ist, vermehren sich in der kalten, nahrungsarmen Tiefsee nur langsam und sind deshalb schnell überfischt. Besonders fatal ist die Fischerei auf Laichzusammenkünfte. Der Granatbarsch ist ein relativ großer Tiefseefisch. Er kommt in kalten (3–9°C), tiefen Gewässern des Westatlantiks (nördlich von Neuschottland), des Ostatlantiks (von Island bis Marokko, Namibia bis Südafrika), zwischen Neuseeland und Australien, sowie im Ostpazifik vor Chile vor. Man schätzt, dass er bis zu 150 Jahre alt werden kann und sein Fortpflanzungsfähiges Alter erst mit 25-35 Jahren erreicht.
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Gefährdungs-INFOAlle Arten der Tiefseefische sind bisher schlecht untersucht und überfischt. Wissenschaftler empfehlen drastische Fangreduktionen, aber die EU-Minister senkten die Quoten für 2006 nur um zehn Prozent und auch in 2007 sieht es nicht besser aus. Wenn die bisherigen Annahmen der Wissenschaft stimmen, dass der Granatbarsch erst mit 25-35 Jahren Fortpflanzungsfähig wird und ein Alter von ca. 150 Jahren erreicht, dann sind die jetzt gefangenen Fische bereits vor dem 2. Weltkrieg geschlüpft. Die heutigen Massenfänge stellen somit eine Katastrophe für den Fortbestand der Art dar.
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Fang-INFOGrantbarsche werden wie die meisten Tiefwasserarten, mit riesigen Grundschleppnetzen gefangen, die mit ihren Schweren Metallgewichten und Scherbrettern den Meeresgrund aufreißen und dabei prächtige, unerforschte und gefährdete Arten von Meerestieren vernichten. Komplexe und einzigartige Ökosysteme wie die Bänke von Kaltwasserkorallen oder auch vulkanische Gebiete mit „Black Smokern“, die eine noch nicht erforschte und bisher unbekannte Linie des Lebens beherbergen, werden dabei zerfetzt. Außerdem findet sich in Grundschleppnetzen 80-90% unverkäuflicher Beifang, der dann tot oder sterbend wieder ins Meer geworfen wird. Grundschleppnetze hinterlassen eine Wüste aus Kadavern und es ist bisher noch nicht abzusehen, welche Schäden der Mensch damit in den Ozeanen anrichtet! Vom Kauf dieser Arten muss deshalb dringend abgeraten werden.Insgesamt sind die Fangmethoden deshalb als katastrophal umweltschädlich zu bezeichnen.
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Heilbutt weißer/schwarzer / pazifischer (Hippoglossus hippoglossus / Reinhardtius hippoglossoides / Hippoglossus stenolepis)
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Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFOHeilbutte streifen in den Tiefen der Nordmeere umher und sind für Plattfische relativ schlank, aber groß: Bis zu drei Meter große und bis zu 320 kg schwere Exemplare des Weißen Heilbutts wurden früher gefangen. Neuerdings wird die Art in geringen Mengen in Aquakultur gezüchtet. Den kleineren Schwarzen Heilbutt gibt es meist als Räucherware. In freier Natur können Heilbutte bis zu 50 Jahre alt werden. Als fettreiche, langlebige Raubfischart kann der Heilbutt mit Umweltgiften belastet sein, die er über seine Beutetiere aufnimmt und die sich in seinem Fettgewebe ablagern und konzentrieren.
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Pazifischer Heilbutt

Gefährdungs-INFOBei uns nur selten in den Handel kommt der Pazifische Heilbutt von der Amerikanisch- Kanadischen Westküste. Die Bestände dort werden gut gemanagt und sind stabil.
Weißer Heilbutt / Schwarzer Heilbutt

Gefährdungs-INFODie Bestände des Weißen und Schwarzen Heilbutt sind extrem überfischt. Wissenschaftler fordern für beide Arten dringend einen Erholungsplan
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Fang-INFOHeilbutt werden hauptsächlich mit Langleinen befischt, teilweise aber auch mit Grundschleppnetzen. Dadurch kommt es zu Beifang von Rotbarsch, Grenadier, Haien und Rochen. In den USA gibt es Schleppnetzverbote zum Heilbutt-Schutz, die auch anderen Arten nützen.
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Hering (Clupea harengus)
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Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFOHeringe leben in Nord- und Ostsee sowie im gesamten Nordatlantik. Sie kommen in Schwärmen von bis zu über einer Millionen Tiere vor. Als Beute vieler größerer Fische und Meeressäuger spielen Heringe eine wichtige Rolle im Ökosystem der Meere. In der Nordsee bahnt sich aufgrund des Klimawandels ein neues Problem an: Es gibt kaum noch Nachwuchs. Forscher fürchten, dass es den Fischlarven infolge der Meereserwärmung an Nahrung mangelt, weil das Timing zwischen der Planktonblüte und dem Schlüpfen der Heringslarven nicht mehr stimmt. Heringe aus der östlichen Ostsee können mit Dioxin belastet sein.
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Norwegischer und Nordsee-Hering

Gefährdungs-INFODank eines guten Management der Norweger, niedrigerer Fang-Quoten für 2006 und ständiger Kontrollen auf See sind die Bestände im norwegischen Einflussbereich der Nordsee nicht zu stark befischt. Auch in der westlichen Ostsee gelten sie noch als stabil.
Ostsee-Hering
 Gefährdungs-INFO In der zentralen Ostsee wird zu viel gefischt, der Bestand schrumpft zudem wegen Nahrungsmangel und häufigen Sauerstoffproblemen. Auch die EU-Fischereiminister tragen dem nun Rechnung und haben in der Nacht zum Dienstag (20.10.2009) eine Reduzierung der Quote um 16,5 Prozent beschlossen, die allerdings hinter der von der EU-Kommission geforderten Kürzung um 21 Prozent zurück bleibt. Im Gegenzug soll die Heringsfischerei an Skagerrak und Kattegat stärker eingeschränkt werden als zunächst geplant. Diesen Artikel weiter lesen
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Fang-INFOSchleppnetze in höheren Wasserschichten, in der Nordsee etwa zehn Prozent Beifang an Makrele und Stöcker. Seltener ist Hering aus Stellnetzfischerei im Handel, bei der kaum Beifang auftritt
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Der Heringshai (Lemna nasus)
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Gefährdung |
Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFOFast alle der weltweit mehr als 500 Haiarten sind heute gefährdet. Bedroht werden die Tiere vor allem durch das sogenannte „Finning“ bei dem den Haien die Flossen (für die fernöstliche Haifischflossensuppe) bei lebendigem Leib abgeschnitten werden und das Tier dann wieder schwimmunfähig über Bord geworfen wird. Man rechnet, dass der Mensch jedes Jahr etwa 200 Millionen Haie tötet. Auch Dornhai und Heringshai, die auch in der Nordsee gefangen werden, und in Deutschland als „Schillerlocke“, „Seeaal“ oder Haisteaks und in Großbritannien als „Fish & Chips“ sehr beliebt sind, sind stark gefährdet. Während Dornhaie erst mit 10 bis 20 Jahren geschlechtsreif werden und die Weibchen erst nach zwei Jahren Tragzeit bis zu 20 Junge zur Welt bringen, ist der Heringshai lebend gebärend. Ein Weibchen bringt im Schnitt 1-5 Jungen zur Welt. Als große Raubfischarten kann das Fleich von Haien mit Umweltgiften belastet sein, die sie über ihre Beutetiere aufnehmen und die sich im Muskelgewebe der Haie ablagern und konzentrieren (siehe auch Aqua-Globe-Artikel unter: „Meereswissenschaften > Meeresbiologie > Haie“).
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Gefährdungs-INFODie Dorn- und Heringshaifänge in der Nordsee sanken seit den 60er Jahren um 80 Prozent. Auch im Nordatlantik ist der Bestand kollabiert. Allgemein werden Haie weltweit sehr schlecht gemanagt, auch die EU hat kaum Daten über die Haibestände in europäischen Gewässern. Bedroht sind selbst Tiefseehaie, die oft als ungewollter Beifang in den Netzen der europäischen Fischer sterben. Außerdem wird das grausame „Finning“ (siehe Aqua-Globe Berichte unter: „Meereswissenschaften > Meeresbiologie > Haie“) nicht nur von asiatischen, sondern wegen der hohen Preise, auch teilweise von europäischen Fischern praktiziert.
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Fang-INFOIn EU-Gewässern werden für den Fang von Dornhaien Langleinen und Kiemennetze verwendet, die den Tieren einen langsamen und qualvollen Tod bescheren. Dazu kommt der „Beifang“ in allen Arten von Fischereigeräten und in allen Wassertiefen bis hinab auf den Meeresgrund. Für Haifischflossensuppe werden nur die Flossen abgeschnitten und die meist noch lebenden Tiere schwimmunfähig wieder ins Meer geworfen. Im Atlantik und im EU-Bereich des Mittelmeers ist diese Praxis zwar verboten, aber die gezahlten Preise für Haifischflossen sind sehr hoch…
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Hoki (Neuseeländischer Langschwanz-Hecht) (Macruronus novaezelandiae) |
Gefährdung |
Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFODer Hoki ist ein ausgesprochener Tiefwasserfisch. Er lebt in Tiefen von unter 400 m bis zu 5.000 m und bevorzugt die subantarktischen Gewässer um Neuseeland bis Südamerika. Der Hoki wird bis zu 120 cm lang und bis zu 6 kg schwer. Noch vor wenigen Jahren hoffte die Fischwirtschaft, die Tiefseeart könne aufgrund einer hohen Reproduktionsrate und Schnellwüchsigkeit als ökologisch unbedenkliche Alternative den Kabeljau in Schlemmerfilets ersetzen inzwischen haben sich diese Hoffnungen aber zerschlagen.
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Gefährdungs-INFOBestände sind bereits um 80 Prozent geschrumpft und sinken weiterhin drastisch, obwohl die Fangmenge von 250.000 Tonnen im Jahr 2001 auf nun nur noch 100.000 Tonnen gesenkt wurde. Schuld daran ist die Art der Fischerei, die die fortpflanzungsfähigen Fische wegfängt und zu kleine und junge Tiere tot oder sterbend wieder über Bord wirft, weil sie nicht vermarktungsfähig sind. Somit werden auch die nachwachsenden Generationen gleich mit vernichtet
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Fang-INFOHokis werden wie die meisten Tiefwasserarten, mit riesigen Grundschleppnetzen gefangen, die mit ihren Schweren Metallgewichten und Scherbrettern den Meeresgrund aufreißen und dabei prächtige, unerforschte und gefährdete Arten von Meerestieren vernichten. Komplexe und einzigartige Ökosysteme wie die Bänke von Kaltwasserkorallen oder auch vulkanische Gebiete mit „Black Smokern“, die eine noch nicht erforschte und bisher unbekannte Linie des Lebens beherbergen, werden dabei zerfetzt. Außerdem findet sich in Grundschleppnetzen 80-90% unverkäuflicher Beifang, der dann tot oder sterbend wieder ins Meer geworfen wird. Grundschleppnetze hinterlassen eine Wüste aus Kadavern und es ist bisher noch nicht abzusehen, welche Schäden der Mensch damit in den Ozeanen anrichtet! Vom Kauf dieser Arten muss deshalb dringend abgeraten werden.Insgesamt sind die Fangmethoden deshalb als katastrophal umweltschädlich zu bezeichnen.
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Karpfen (Cyprinus carpio) |
Gefährdung |
Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFONach der Forelle sind Karpfen die wichtigsten Teichfische in Deutschland (Jahresproduktion: circa 1 1.000 Tonnen). Zudem werden etwa 3000 Tonnen importiert, vor allem aus Tschechien
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Gefährdungs-INFODie anspruchslosen Karpfen gedeihen selbst in flachen und relativ sauerstoffarmen Teichen und finden sich bei uns in fast jedem Gewässer. Sie leben von Kleintieren und Insektenlarven, die sie im Bodenschlamm der Gewässer reichlich finden. Auch aus Öko-Aquakultur.
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Fang-INFOWegen ihrer vorwiegend vegetarischen und zum großen Teil an Ort und Stelle wachsenden Nahrung ist die Zucht von Karpfen auch in konventionellen Betrieben eher unproblematisch. In der freien Natur werden die Karpfen hauptsächlich mit Reusen und der Angel gefangen, die keine Schäden an Gewässern oder anderen Arten hinterlassen. Evtl. Beifang an anderen Fischen wird von den Binnenfischern ebenfalls vermarktet.
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Kaisergranat (Scampi) Shrimps diverse Arten |
Gefährdung |
Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFOIn Deutschland haben pazifische Arten wie „Tiger Prawns“ den Eismeergarnelen den Rang abgelaufen. 25 Prozent der weltweit verkauften Shrimps kommen aus Farmen in Lateinamerika und Asien. Die Bestandslage der Warm- und Kalt-, Süß- und Salzwassergarnelen ist sehr unterschiedlich, oft fehlen Daten. Da viele Bestände zurückgehen, konzentriert sich die Fischerei auf neue Arten bzw die Zucht der Tiere in Aqua-Kulturen.
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Kaisergranat
Gefährdungs-INFOKaisergranat um die iberische Halbinsel stark dezimiert, andere Bestände aber stabil.
Shrimps

Gefährdungs-INFOVerheerende Umweltfolgen durch Shrimps-Aquakulturen: Mangroven werden gerodet, Gewässer werden durch Abwässer und Überdüngung verseucht, Wildbestände für Besatz und Futter geplündert.
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Fang-INFOFischerei auf Wildbestände mit größtem Beifangproblem: Pro Kilo Shrimps gehen fünf bis zehn Kilo andere Meerestiere in die Netze. Nach FAODaten entstehen 27 Prozent aller Beifänge weltweit in der tropischen Shrimps-Fischerei. Auch die Zucht in Aqua-Kulturen ist sehr Problembehaftet (siehe BESTAND-INFO)
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Krake (Octopus spp.)
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Gefährdung |
Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFODa Fertiggerichte und exotische Kost beliebt sind, steigt der Bedarf an Tintenfischen und Octopussen (Kraken). Die zehnarmigen Kalmare und Sepien auf dem deutschen Markt stammen meist aus Asien, da sich Argentiniens Bestände seit Jahren nicht mehr erholen. Die achtarmigen Kraken werden zumeist vor Marokko und im Mittelmeer gefangen. Der Oktopus lebt als Einzelgänger am Boden, oft in Felshöhlen. Auch er kann schwimmen, hält sich aber vorwiegend in Küstennähe auf und lauert in einem Versteck auf vorbeikommende Beutetiere. Er hat einen rundlichen, sackförmigen Körper. Er besitzt keine Flossen. Die acht kräftigen Arme sind eng an der Basis angebracht und erscheinen durch Häute wie zusammengewachsen. Sein Gewicht kann bis zu 25 Kilogramm betragen.
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Gefährdungs-INFODurch die immens gestiegene Nachfrage bei Kraken sind kaum noch große Tiere zu finden. Die EU will das Mindestfanggewicht anheben. Die Bestände reproduzieren sich nur sehr schlecht, da alle Kraken sich nur einmal im Leben fortpflanzen, einige Wochen bis wenige Monate danach sterben die Tiere.
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Fang-INFODie bodenlebenden Kraken werden hauptsächlich mit eher unbedenklichen Fallen gefangen, aber auch mit Angeln oder von Tauchern.
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Leng (Molva molva) |
Gefährdung |
Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFODer Leng ist der größte Vertreter der dorschartigen Fische und kann bis zu 2 m lang und bis zu 40 kg schwer werden. Der Leng lebt in Meerestiefen von 60 bis 1000 m, wobei ausgewachsene Exemplare in größeren Tiefen zu finden sind. Als Raubfisch ernährt er sich von Fischen (u. a. Heringen, Dorschen, Plattfischen), Krebsen, Kopffüßern und Seesternen. Wegen Fischmangel an der Oberfläche und weil immer bessere Technik es zulässt, machen Trawler zunehmend Jagd auf Tiefseearten, die besonders in Frankreich hohe Preise erzielen. All diese Arten, von denen der Leng (Bild) die bekannteste ist, vermehren sich in der kalten, nahrungsarmen Tiefsee nur langsam und sind deshalb schnell überfischt. Besonders fatal ist die Fischerei auf Laichzusammenkünfte.
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Gefährdungs-INFOAlle Tiefsee-Arten sind schlecht untersucht und überfischt. Wissenschaftler empfehlen drastische Fangreduktionen, aber die EU-Minister senkten die Quoten für 2006 nur um zehn Prozent und in 2007 sieht es nicht besser aus. Jedoch werden Stellnetze in der Nordsee unterhalb von 200 Metern Wassertiefe verboten – Medien hatten über massenhaften Beifang von Haien in Netzen am Meeresgrund berichtet.
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Fang-INFOLengfische werden hauptsächlich mit Grundschleppnetzen gefangen, die mit ihren Schweren Metallgewichten und Scherbrettern den Meeresgrund aufreißen und dabei prächtige, unerforschte und gefährdete Arten von Meerestieren vernichten. Komplexe und einzigartige Ökosysteme wie die Bänke von Kaltwasserkorallen oder auch vulkanische Gebiete mit „Black Smokern“, die eine noch nicht erforschte und bisher unbekannte Linie des Lebens beherbergen, werden dabei zerfetzt. Außerdem findet sich in Grundschleppnetzen 80-90% unverkäuflicher Beifang, der dann tot oder sterbend wieder ins Meer geworfen wird. Grundschleppnetze hinterlassen eine Wüste aus Kadavern.
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Makrele (Scomber scombrus) |
Gefährdung |
Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFOMakrelen gehören wie Heringe zu den Schwarmfischen und sind wichtige Beute von Haien, Tunfischen und Delfinen. Auf den Markt gelangen meist Fische aus der Norwegischen See, der nördlichen Nordsee und aus dem Gebiet westlich der Britischen Inseln.
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Gefährdungs-INFODer Nachwuchs der Makrele im Nordost-Atlantik ist weiter stabil. Aber der Bestand wird zu stark befischt und droht zu schrumpfen, wenn nicht bald umgesteuert wird. Vor allem müssen die Kontrollen verbessert werden. Der seit langem kollabierte Nordsee-Bestand wird nicht befischt.
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Fang-INFOFang mit Schleppnetzen und Ringwaden, in südlicheren Gewässern mit Schleppangeln. Als Schwarmfische der oberen Schichten lassen sich Makrelen fast sortenrein fangen, im Schleppnetz landen nur etwa drei Prozent Beifang, meist Hering und Stöcker, die ebenfalls vermarktet werden.
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Miesmuschel (Mytilus spp.) |
Gefährdung |
Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFOMiesmuscheln stammen meist aus Aquakultur und kommen hauptsächlich aus Holland und Dänemark. Große Mengen werden als Salate und Marinaden wieder exportiert. Die deutsche Produktion schwankt naturbedingt stark und lag im Jahr 2004 bei 15.000 Tonnen.
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Gefährdungs-INFOMiesmuscheln (Mytilus), von mittelhochdeutsch MIES für Moos, auch Pfahlmuscheln genannt, sind eine weltweit verbreitete Gattung der Muscheln (Bivalvia). Die Miesmuschel ernährt sich größtenteils von organischen Abfällen und Mikroorganismen, die sie aus dem Wasser filtert. Die Nahrungspartikel werden von einer Schleimschicht auf den Kiemen zurückgehalten, und mit Wimpernbewegungen zum Mund gebracht. Die Muschelbänke im Watt sind durch das Sammeln von Besatzmuscheln geschrumpft. Die Entnahme wird inzwischen geregelt, doch Umweltschützer kritisieren, der neue Plan fürs Niedersächsische Wattenmeer berücksichtige Naturschutzauflagen nur unzureichend. Miesmuscheln sind auch aus Öko-Aquakulturen erhältlich.
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Muscheln aus Hängekulturen

Fang-INFOUnbedenklich sind Hängekulturen in Netzen (vor allem aus dem Mittelmeer) und „Pfahlmuscheln“ aus Frankreich.
Wildlebende Muschelbestände

Fang-INFODas Sammeln in Muschelbänken im Watt kann artenreiche Lebensräume mit Filterfunktion zerstören.
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Nordeegarnele (Crangon crangon) |
Gefährdung |
Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFOGarnelen werden mittlerweile ganzjährig gefischt. Früher erfolgte der Fang von Mai bis in den Herbst mit Körben und Netzen. Üblicherweise wird jetzt auf ertragreichere Weise von Krabbenkuttern mit der sogenannten Baumkurre gefischt. Der Beifang (Gammel) wird wieder zurück ins Meer geworfen. Nordseegarnelen oder „Krabben“, einst ein Armeleuteessen, gelten heute als Delikatesse – ihr Fang ist der lukrativste Zweig der deutschen Küstenfischerei. Verarbeitung und Handel sind aber fest in holländischer Hand, zum Pulen wird der Fang bis nach Marokko gefahren und kommt dann wieder zu uns zurück.
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Gefährdungs-INFOBestände gut, Wissenschaftler fürchten dennoch eine latente Überfischung, da die vornehmlich niederländische Winterfischerei Eier tragende Weibchen besonders stark dezimiert. Es gibt keine Fangbeschränkungen.
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Fang-INFODeutsche Fischer nutzen leichte Baumkurren. Das sind auf Kufen gleitende Netze. Die Holländer setzen teils schweres Gerät ein, das dem Meeresboden extrem schadet und das Ökosystem des Wattenmeers nachhaltig schädigt. Leider ist der Fang der Nordseegarnelen auch in den Wattenmeer-Nationalparks erlaubt und bringt einen hohen Beifang junger Plattfische und Dorsche mit sich.
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Pangasius (Pangasius spp) |
Gefährdung |
Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFODer Pangasius (Pangasius sutchi oder Pangasius hypophthalmus, auch bekannt als Catfish) ist ein Süßwasserfisch. Der weißfleischige Speisefisch, der der Gruppe der Welse angehört, wird in Deutschland immer bekannter und gehört in den USA, Vietnam, China und Japan längst zum kulinarischen Alltag. Der Pangasius wird hauptsächlich in Vietnam im Mekong-Delta, in dem er auch heimisch ist, in Aquakultur gezüchtet. Pangasius-Welse aus Vietnam kommen verstärkt in die EU, seit die USA den Import auf Druck heimischer Welszüchter verbieten. Meist werden die Fische auf gefluteten Reisfeldern zur Selbstversorgung gehalten.
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Gefährdungs-INFODie Fische werden in Teichen gehalten und ernähren sich vorwiegend vegetarisch. Sie sind robust, gute Futterverwerter und stellen keine hohen Anforderungen an die Wasserqualität. Auch aus Öko-Aquakulturen mit geringerer Besatzdichte erhältlich.
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Fang-INFODie Zucht der anspruchslosen Vegetarier gilt vielerorts als Modell für nachhaltige Aquakultur. Allerdings sollte man beim Kauf tiefgerorenen Fisch wählen, da dieser per Schiff zu uns kommt und so große Mengen auf einmal transportiert werden können. Frische Pangasius-Fische werden in kleinen Mengen per Flugzeug transportiert.
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Regenbogenforelle Bachforelle (Oncorhynchus mykiss) / (Salmo trutta forma fario) |
Gefährdung |
Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFODie Regenbogenforelle ist kulinarisch gesehen der beliebteste deutsche Teichfisch: Über 20.000 Tonnen werden jedes Jahr produziert; ebenso viel wird zusätzlich noch importiert, meist aus Dänemark und Spanien. Die robusten Regenbogenforellen, die ihren Ursprung in Nordamerika haben, haben die bei uns heimische Bachforelle als Zuchtfisch fast verdrängt
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Regenbogenforelle

Gefährdungs-INFO Die Bestände der Regenbogenforelle sind stabil, da sie in großem Stil gezüchtet werden.
Bachforelle
Gefährdungs-INFO Die Bachforelle ist durch Flussverbauungen, Gewässerverschmutzung und eingeführte Arten bedroht! Die Wasserbehörden und vor allem die Angler versuchen die Bedingungen für die Bachforelle wieder zu verbessern und stabile bestände aufzubauen. Fische im Laden aber meist aus Zuchten. Auch aus Öko-Aquakultur mit geringer Besatzdichte in den Zuchtbecken.
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Fang-INFODie Forellen in den Zuchtbetrieben brauchen tierische Nahrung. Fischmehl und Fischöl kommen aus der sehr umstrittenen Industriefischerei. Öko-Fischfutter hat zwar einen erhöhten Getreideanteil; vergrößert aber die Abwasserbelastung.
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Rotbarsch (Sebastes marinus und Sabastes mentella)
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Gefährdung |
Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFODie Rotbarsche leben in Tiefen von 80 bis zu 1000 Metern im Nordatlantik, ihre Bestände sind weitgehend unerforscht. Bekannt ist aber, dass Rotbarsche bis zu 75 Jahre alt werden, erst mit 12-20 Jahren geschlechtsreif werden und nur wenige lebende Larven gebären. Für Überfischung sind solche Arten sehr anfällig. Im Jahr 2005 wurden die Quoten höher bemessen, als es die Bestände tatsächlich hergaben.
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Gefährdungs-InfoAlle Bestände stark dezimiert oder ihr Zustand ist unklar, bei einigen gibt es zu wenig Nachwuchs – die Erholungschancen stehen schlecht. Auch der Tiefseebestand von Sebastus mentella, von dem das Gros der Filets in unseren Kühltheken stammt, ist nun offenbar stark überfischt.
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Sebastes marinus

Fang-INFODie Fabrikschiffe stellen den Sebastus marinus mit Freiwasser-Schleppnetzen nach, in deren Öffnungen mehrere Fußballfelder passen würden. Die Netze berühren den Boden nicht, wenig Beifang
Sebastes mentella

Fang-INFOBeim Fang der Tiefseeart Sebastus. mentella werden Grundschleppnetze verwendet, welche DEN Meeresgrund extrem schädigen (siehe auch Schädlichkeit der Fangmethoden bei Leng oder Grantbarsch).
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Sardine (Sardina pilchardus) |
Gefährdung |
Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFOSardinen werden im Atlantik vor Marokko, Spanien und Frankreich sowie im Mittelmeer gefangen. Konserven bei uns stammen zu 90 Prozent aus Marokko, dem Weltmarktführer. Nicht zu verwechseln mit Sardellen (Anchovis), die zurzeit in der Biskaya wegen Nachwuchsmangel kaum befischt werden dürfen.
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Gefährdungs-InfoDie Sardinenschwärme vor Marokko sind schwankend. Trawler der EU, die wieder ein Fischereiabkommen mit Marokko hat, könnten die Bestände empfindlich dezimieren – wie schon in den 90er Jahren. Die Bestände vor Portugal und Spanien haben sich erholt, bleiben aber sensibel. Im Mittelmeer vermutlich ebenfalls überfischt. Eine zu starke Dezimierung der Sardinen beeinträchtigt auch andere Meerestiere wie z. B. Delfine & Wale, Haie, Robben usw., zu deren Grundnahrung die Sardine wegen ihres hohen Fettgehalts ebenfalls zählt.
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Fang-INFOSardinen werden mir Freiwasserschleppnetzen und Ringwaden gefischt. Oft werden die Schwärme mit Lampen angelockt, dann mit dem Netz umkreist und an Bord gehievt. Dabei kommt es oft zu Beifängen anderer Arten.
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Schellfisch (Melanogrammus aeglefinus) |
Gefährdung |
Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFODer Schellfisch gehört zur Familie der Dorsche und wird bis 1 m lang und 12 kg schwer. Er lebt hauptsächlich in der Nordsee und im Nordatlantik und schwimmt bevorzugt im Schwarm in einer Tiefe von 40 bis 300 Metern über schlammigem Grund. Kulinarisch ist Schellfisch ein Magerfisch, 100 Gramm seines Fleisches enthalten ein halbes Gramm Fett. Neben dem Eiweiß enthält sein Fleisch die Vitamine A und B12, Mineralien wie Natrium, Kalium und Magnesium und das Spurenelement Selen.
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Gefährdungs-InfoDer Nordsee-Bestand des verwandten Schellfischs ist in gutem Zustand.
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Fang-INFOWeil Schellfisch mit Kabeljau gefangen wird, gefährdet die Fischerei die Erholung des Nordsee-Kabeljaus.
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Scholle und Seezunge (Pleuronectes platessus und Sole solea)
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Gefährdung |
Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFOSchollen und Seezungen werden in der Nordsee mit schweren Baumkurren – Schleppnetzen, die auf Kufen über den Boden walzen – in einer gemischten Fischerei gefangen. Beide Plattfische graben sich gerne im Sand ein und werden durch vor das Netz gespannte Ketten aufgescheucht, die den Meeresgrund zerstören.
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Schollen

Gefährdungs-InfoZwar wurde der Fangdruck auf Nordsee-Schollen 2005 deutlich reduziert, dennoch bleibt er zu hoch um die Bestände retten zu können.
Seezungen

Gefährdungs-InfoBei der Fischerei auf Seezungen werden bis zu zwei Drittel der mitgefangenen Schollen wieder über Bord geworfen weil sie zu klein sind. Überleben können diese jungen Schollen die Tortur jedoch nicht. Die Lage der Nordsee-Seezunge ist gut, aber schwacher Nachwuchs.
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Fang-INFOHoher Beifang durch „Scheuchketten“. Für jeden marktfähigen Plattfisch geht ein Vielfaches an Fischen, auch junge Kabeljau, ungenutzt über Bord – meist tot. In der südlichen Nordsee wird der Meeresboden in weiten Teilen mehrmals im Jahr „umgepflügt“, was die Vielfalt und Menge der Bodenlebewesen, die die Nahrung der Jungfische darstellen, dort stark reduziert.
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Schwertfisch (Xiphias gladius) |
Gefährdung |
Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFODer Schwertfisch ist die einzige Art der Familie der Schwertfische (Xiphiidae). Schwertfische sind weltweit in gemäßigt warmen bis tropischen Meeren anzutreffen. Ihr Lebensraum (Habitat) befindet sich auf der Hochsee, in Oberflächen- als auch in tiefen Gewässern. Erwachsene Schwertfische leben außerhalb der Laichzeit gewöhnlich als Einzelgänger. Sie sind schnelle, aktive Raubfische, die sich von Schwarmfischen (Sardinen, Makrelen, Makrelenhechten, etc.) und Tintenfischen ernähren.
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Gefährdungs-InfoSchwertfische sind generell extrem überfischt, der Nordatlantik-Bestand ist laut Roter Liste „gefährdet“.
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Fang-INFOLangleinenfischerei mit ungefähr 40 Prozent Beifang: Millionen Haie, Schildkröten und Vögel fallen ihr jährlich zum Opfer.
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Seehecht (Merluccius spp.) |
Gefährdung |
Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFODer Europäische Seehecht lebt vor allem in der Biskaya und im Mittelmeer, in jüngster Zeit auch hin und wieder in der Nordsee. In Tiefkühlkost finden sich aber meist südamerikanische Arten, da für die kollabierten europäischen Bestände „Wiederauffüllungspläne“ mit niedrigen Quoten gelten.
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Gefährdungs-InfoBeim nördlichen Bestand scheint der 2004 eingeführte Erholungsplan zu greifen; für den noch stärker überfischten südlichen Bestand gilt ein solcher Plan erst seit 2005. Verwandte, importierte Arten meist ebenfalls überfischt.
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Fang-INFOWie bei allen Fischereien auf bodenlebende Arten Fang mit Grundschleppnetzen mit viel Beifang und extremer Schädigung des Meeresgrundes (siehe auch Granatbarsch). Außerdem Fang mit Langleinen, denen auch Haie und Seevögel zum Opfer fallen.
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Tilapila (Oreochromis spp.)
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Gefährdung |
Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFOTilapien (Bild), bei uns noch weniger bekannt, werden oft in China und Taiwan gezüchtet. Die Gattung Tilapia zählt zur Familie der Buntbarsche aus den warmen Gewässern Afrikas und des Jordans. Vertreter der Gattung werden auch als Petrus-Fische bezeichnet. Derzeit werden etwa 38 Arten wissenschaftlich unterschieden.
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Zuchtfische

Gefährdungs-InfoBeide Arten werden in Teichen gehalten und ernähren sich vorwiegend vegetarisch. Sie sind robust, gute Futterverwerter und stellen keine hohen Anforderungen an die Wasserqualität. Auch aus Öko-Aquakultur.

Gefährdungs-InfoDie Tilapia-Wildbestände in Afrika sind schlecht gemanagt.
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Fang-INFODie Zucht der anspruchslosen Vegetarier gilt vielerorts als Modell für nachhaltige Aquakultur. Allerdings verdrängen ausgebüchste Tilapien in Asien andere Arten. Wegen der weiten Transportwege Frostfisch wählen – er kommt nicht mit dem Flugzeug, sondern per Schiff zu uns
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Tintenfisch, Kalmar und Sephia (Loligo spp. oder Illex spp) |
Gefährdung |
Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFODa Fertiggerichte und exotische Kost beliebt sind, steigt der Bedarf an Tintenfisch. Die zehnarmigen Kalmare und Sepien auf dem deutschen Markt stammen meist aus Asien, da Argentiniens Bestände seit Jahren schwächeln.
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Gefährdungs-InfoDie kurzlebigen Kalmare und Sepien gelten als relativ resistent gegen Überfischung, küstennahe Bestände werden aber sehr stark genutzt.
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Fang-INFOFang von Sepien und Kalmaren mit Schleppnetzen und Langleinen. Sie sind wichtige Nahrung für Fische, Wale und Vögel. Vor allem deren Jungtiere leiden unter übermäßiger Fischerei, etwa bei Albatrossen.
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Viktoriabarsch (Lates niloticus) |
Gefährdung |
Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFODer Nilbarsch (Lates niloticus) ist eine Süßwasser-Fischart aus der Familie der Latidae aus der Ordnung der Barschartigen. Er wird bis etwa 2,0 m lang und bis zu 70 kg schwer. Die Ansiedlung des Fischs im Viktoriasee in den 60er Jahren hatte verheerende Folgen für das Ökosystem: Von Hunderten dort vorkommenden Buntbarscharten starben mehr als die Hälfte aus, die traditionelle Fischerei ist ausgelöscht. Der ursprünglich aus den Stromgebieten des Nil und des Niger, sowie aus Senegal stammende Nilbarsch kommt unter dem Namen Viktoriabarsch als begehrter Speisefisch in den Handel. Das Fleisch ist weiß, fest und kräftig im Geschmack. Wegen seines günstigen Preises ist Viktoriabarsch auf Fischmärkten in Europa (vor allem Benelux, Deutschland, Frankreich) sowie in den USA erhältlich.
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Gefährdungs-InfoEigentlich wäre es sinnvoll, den Viktoriabarsch zu dezimieren. Doch die Fischerei verläuft weitgehend unkontrolliert und lustlos, denn den Menschen dort nützt sie nicht viel. Die wertvollen Filets gehen fast vollständig für Schleuderpreise in den Export. Viele soziale Probleme haben sich durch diesen Handel verschärft.
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Fang-INFOHeimische Arten werden als Köder weggefangen. Zudem belastet der Transport von frischen Filets auf dem Luftweg die Umwelt: Der Flug von Nairobi nach Frankfurt verbraucht etwa zwei Liter Kerosin pro Kilo Barschfilet.
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Europäischer Wolfsbarsch (Loup de Mer) (Dicentrarchus labrax) |
Gefährdung |
Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFODie besonders in Restaurants beliebten Mittelmeerarten stammen meist aus Aquakultur. Die Mengen steigen, die Preise fallen. Griechenland, das wichtigste Herkunftsland, produziert inzwischen fast 24.000 Tonnen Wolfsbarsch jährlich. Wildfänge sind viel teurer und bei uns kaum im Angebot. Die Fische erreichen eine maximale Körperlänge von etwa 100 Zentimetern und ein Gewicht von ca. 12 Kilogramm. In den letzten Jahren werden Wolfsbarsche auch vermehrt in der Nordsee und vereinzelt sogar in der Ostsee gefangen.
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Zuchtfische

Gefährdungs-InfoIn Aquakultur wird Eiproduktion hormonell angeregt. Jungtiere kommen nach 50 Tagen zur Mast in Netzgehege. Wildfische

Gefährdungs-InfoWildbestände im Mittelmeer und der Biskaya werden – wie fast alle Arten dort – schlecht gemanagt.
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Fang-INFOWolfsbarsch-Wildfänge in der Biskaya und im Ärmelkanal auch mit Trawlernetzen, in denen Delfine verenden. In der Aquakultur sind Küstenverbauung, Fischmehlfütterung, Abwässer, beengte Haltung und Antibiotikaeinsatz problematisch.
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Zander (Stizostedion lucioperca) |
Gefährdung |
Schädlichkeit der Fangmethoden |
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Arten-INFODer Zander, auch Sander, Schill, Hechtbarsch oder Fogosch genannt, gehört zur Familie der Barsche (Percidae). Er ist unter den Barschartigen Europas die größte im Süßwasser lebende Art. Er lebt in tieferen und trüben Wassern und wächst sehr schnell. Die mittlere Länge beträgt 40 - 50 Zentimeter. In seltenen Fällen wird er bis 1,50 m lang und erreicht dabei ein Gewicht von bis zu 19 kg. Er kann 10 bis 20 Jahre alt werden.
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Gefährdungs-InfoKommerziell vermarktete Zander kommen meist aus Ost- und Nordeuropa zu uns, zudem aus deutschen Seen und Teichwirtschaften. Zwar ist die Binnenfischerei meist eher unproblematisch, es gibt aber kaum Informationen aus den osteuropäischen Herkunftsgebieten. Der Ostseebestand wird derzeit wegen Personalmangels nicht untersucht. Da der Zander trübes und dunkles Wasser liebt, ist er in den deutschen Flüssen aufgrund der Wasserverbesserung der letzten Jahrzehnte leicht zurückgegangen.
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Fang-INFOZander werden mit umweltverträglichen Stellnetzen, Reusen, Ringwaden, Schleppnetzen und Angeln gefangen. Erwachsene Tiere fressen Fische, Jungtiere Insekten und Würmer. Aquakultur ist im Kommen.
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